Einer der bekanntesten Mythen Malawis, der implizit Hexerei und Gifturteile anprangert und nichts von seiner Stärke verloren hat, wird von Misheck Mzumara und Aaron Ngalonde aus neuem, doch historisch universellem Kontext erzählt. In ihre Arbeit, basierend auf einem der wichtigsten malawischen Dramen “The Rainmaker” von Steve Chimombo, fließen dabei auch jüdische und britische Geschichten ein.

The Messenger („Der Bote“) handelt von der malawischen Legende um M’bona, dem Boten. M’bona, illegitimer Neffe des Häuptlings Lundu, von seiner Mutter empfangen ohne Zutun eines Mannes, tötet bei seinem ersten Ritual als Regenmacher Lundus Sohn. Lundu sendet seine Krieger um M‘bona zu töten, sie scheitern jedoch an der unmöglichen Aufgabe, bis M‘bona entschließt sich zu opfern, um die leidvolle Jagd der Männer zu beenden. Das Blut M’bonas formt nach dessen Tod einen Fluss, sein Kopf wird in Nsanje begraben, einer Stadt im Süden Malawis. Der Regenkult um M’bona besteht hier noch heute.

Die Premiere war gestern, 16.06.2011, weitere Vorstellungen 17.-20.06. in der Spiegelhalle des Theater Konstanz. Eine erste Kritik ist auf nachtkritik zu finden.
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„Das wichtigste einer jeden Kultur ist der Austausch.“ (Dimitré Dinev)

20.06.2011, Theater Osnabrück/ Theater am Domhof
Der am 20. Juni erscheinende Rechercheband entstand in Kooperation zwischen dem Theater Osnabrück und dem Verlag „Theater der Zeit“. Ermöglicht wurde dies durch den Fonds Wanderlust der Kulturstiftung des Bundes.

Eine „…bühnenkulturell fast unbekannte Größe…“ hat das Osnabrücker Magazin „Stadtblatt“ Bulgarien noch im März 2009 genannt. Nun endet die sechsjährige Ära des Intendanten Holger Schultze in Osnabrück und mit ihr das fast vierjährige Projekt, das eindrückliche Begegnungen mit dem bulgarischen Theater und mit binationalen Inszenierungen (letzter glanzvoller Höhepunkt war Ivan Stanevs Inszenierung von „Rustschuk – Die gerettete Zunge“ mit deutschen und bulgarischen Schauspielern) ermöglicht hat. Nun erscheint abschließend bei „Theater der Zeit“ ein Rechercheband, der dieses Wanderlust-Projekt dokumentiert und in Essays und Gesprächen bulgarischer und deutscher Theatermacher, Künstler und Wissenschaftler Einblicke in die Hintergründe des Theaterschaffens im kleinen Balkanland gibt.


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Wer den einzigen durchgehenden Zug von Kraków nach Berlin nehmen will, darf kein Langschläfer sein. Wer nicht pünktlich drei Minuten nach halb acht auf dem Bahnsteig ist, dem bleibt nur das Hinterherschauen. Dieses Schicksal blieb den Akteuren und Reisenden der vom Maxim Gorki Theater Berlin und Stary Teatr Kraków initiierten Reise erspart.

Von den Klängen des Straßenbahn Blasmusikorchesters begleitet setzte sich der Zug vollständig und mit großen Erwartungen am 11.6. 2011 in Bewegung.  Dieser Film zeigt einen Querschnitt vom ersten Streckenabschnitt bis nach Zabrze und berichtet von den Schwierigkeiten des aufrechten Ganges (und Standes) in einem, nicht immer langsam fahrenden, Zug.

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Das katalanisch-deutsche Autotheaterprojekt „People, Cars & Oil“ in Barcelona

Ein Streik beim Zulieferer in Barcelona verhindert die Produktion einer Firma in Stuttgart. Dieses Ereignis vor einigen Jahren brachte die Leitung des Stuttgarter Staatsschauspiels zum Nachdenken. So also funktioniert Globalisierung anhand eines konkreten Beispiels. Stuttgart ist Daimlerstadt, das wirtschaftliche Schicksal Barcelonas liegt in den Händen von Seat. Eine Idee entstand, eine Koproduktion mit dem Teatre Romea in Barcelona, der künstlerischen Heimat des berühmten Regisseurs Calixto Bieito. Zwei Dramatiker – ein Deutscher und ein Katalane – wurden beauftragt, neue Stücke über Autos und Menschen zu schreiben, also im wahrsten Sinn des Wortes AUTOren zu sein. Anfang Mai wurden sie unter dem Titel „People, Cars & Oil“ in Stuttgart uraufgeführt. Nun reiste das Projekt mit Zwischenstation beim Festival in Salamanca nach Barcelona.

Menschen und Maschinen – Marc Rosichs „Car Wash“


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Scenes from Boy With A Suitcase taken in Mannheim during its premiere in April 2011. Only 11 days left until the joint production of Schnawwl Mannheim and Ranga Shankara Theatre Bangalore will be on stage in India for the first time:

17 June 2011 Premiere “Boy With A Suitcase”, Ranga Shankara Theatre, Bangalore

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