3sat berichtete auf Kulturzeit vom Stück “Boy with a Suitcase” (Der Junge mit dem Koffer). Den Film gibt es in der 3sat Mediathek: Zum Film

“We made it to the other side of the world.”

"Boy with a Suitcase" © Nationaltheater Mannheim / Schnawwl

As our characters Naz and Krysia have travelled half across the world in search of a better life in London, we have travelled 2 months to arrive on a common playground, which is our joint production of  “Boy with a Suitcase”. As always in a coproduction, we all started from different lands – aesthetically, working style wise and language wise.  The journey brought us along a sometimes bumpy road to a much deeper understanding of what theatre means to each one of us and how we inegrate it into our lives – 4 hours a day for joy or 8 hours a day to make a living? A place to think and play or a place to work? A place for perfection or a place for taking risks? Interestingly, we could never agree on what is “Indian” or “German” as  all of us come from a different theatre background within our cultures.

"Boy with a Suitcase" © Nationaltheater Mannheim / Schnawwl

Our two costume designers Amba from Delhi and Evi from Mannheim went on the wildest journey. They had to jointly design and make the costumes for Boy.  They are not only two artists in their own rights, they are also two very differently paced human beings. Where Amba feels and smells fabric and thinks of the larger philosophies behind patterns and colours, Evi has made 7 drawings, bought 5 pairs of funky sunglasses and tried them on the actors.  So these two set off in the early rehearsals in Nrityagram and the road was narrow and windy and sometimes their bus seemed to fall over the steep edge. But it never quite did.  On top, at the pass between two rugged mountain peaks, after heated discussions and some tears:
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Lothar Kittsteins mysteriöser Psychothriller „Die Geister von Amnas“ im Theater Oberhausen

Drei Zimmer, mit Türen verbunden. Sie sind leer, weiße Umrisse an den schmuddeligen Wänden lassen ahnen, wo Möbel gestanden und Bilder gehangen haben. Kein Weg führt nach draußen, die Menschen verschwinden nur manchmal im Inneren eines anscheinend labyrinthischen Komplexes. Eine surreale, schäbige, bedrohliche Welt hat Ausstatterin Dorothee Curio für Lothar Kittsteins Stück „Die Geister von Amnas“ entworfen. Die Uraufführung ist eins der Projekte im Rahmen der Wanderlust-Partnerschaft mit dem Nationaltheater Radu Stanca in Sibiu.

"Die Geister von Amnas", Esther Hausmann (Kristina, Maria), Angela Falkenhan (Die junge Kristina, Die junge Maria), Hartmut Stanke (Hans), Foto: Birgit Hupfeld

Kittstein und das Regieteam um Bernhard Mikeska sind einige Wochen ins rumänische Siebenbürgen gereist. Ihr Interesse galt nicht in erster Linie dem ehemaligen Hermannstadt, sondern den kleinen Dörfern ringsum. Eins davon heißt Amnas, wurde lange von Siebenbürger Sachsen bewohnt, doch nach der Revolution zogen viele fort, und nur die Alten blieben. Die Häuser verfielen, es gab keine Polizei, das Dorf wurde zum rechtsfreien Raum. Einmal die Woche kommt ein Wagen und verkauft Milch und Lebensmittel. Heute leben mehr Roma als Deutschstämmige in Amnas. Lothar Kittstein hat Gespräche geführt, die Begegnungen auf sich wirken lassen. Auf den ersten Blick sind die Interviews im Stück nicht erkennbar, es ist kein Dokumentartheater geworden, sondern ein gestalteter Text. Nur manchmal wundert man sich über seltsame Brüche. Da flucht ein Mann plötzlich ständig mit amerikanischen Four-Letter-Words. Da geistert einer der Interviewpartner ins Stück, der so gesprochen hat.
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Kurz vor der Premiere kam die Nachricht von der Ermordung von Juliano Mer-Khamis. Und man denkt, es müsste eigentlich viel mehr Worte für “Grenze”, “Grenzen”, “Grenzgänger” und so weiter geben. Unsere ganze Welt basiert auf der Tatsache, dass Dinge voneinander unterschieden werden, und doch spricht man bei allen Versuchen, sie wieder zu verbinden, stereotyp davon, dass “Grenzen überschritten werden” – vom Kind, das sich drei Gummibärchen nimmt, obwohl nur eines erlaubt ist, bis zum Theatermacher, dessen Vorstellung von Freiheit sich keinem politischen Lager zuschlagen lässt. Stephanie Doetzer schreibt in ihrem Nachruf auf den Leiter des Freedom Theatre Jenin auf qantara.de:

“Mer-Khamis wurde so sehr mitten in den Nahostkonflikt hineingeboren wie kaum ein zweiter: Sohn einer israelischen Jüdin und eines palästinensischen Christen, der Vater Kommunist, die Mutter Friedensaktivistin. Beide landen für ihr politisches Engagement zeitweise im Gefängnis, ziehen mit dem Sohn nach Russland und in die damalige DDR. ‘In Moskau war ich ein dreckiger Jude, in Israel ein dreckiger Araber’ – so lautet Mer-Khamis’ lakonische Zusammenfassung seiner Kindheitserfahrung.” Juliano Mer-Khamis wurde am Montag “mit mehreren Schüssen in Kopf und Herz (…) regelrecht hingerichtet”, berichtet Hans-Christian Rößler auf faz.net.


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Der Kampf mit Vorurteilen

“Nkhata Bay – Inventing Parzival” feiert am Freitag Premiere im Landesmuseum. Regisseur Clemens Bechtel und Dramaturg Thomas Spieckermann sprechen über das malawische Theaterprojekt.

Hier zum Artikel im Südkurier


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